Steuere dein Lernen mit der 4×3-Herangehensweise

Vielleicht hast du dich schon ein bisschen damit auseinandergesetzt, wie du besser lernen und dich motivieren kannst. Falls du im Internet nach Lerntipps gesucht hast, hast du wahrscheinlich so viele verschiedene Ansätze gefunden, dass du gar nicht wusstest, wo du anfangen sollst. Deshalb habe ich hier ein 4×3-Schema, das dir helfen wird, einen Überblick über das komplexe Thema “Lernen” zu bekommen. Denn beim Lernen befinden wir uns immer in einer komplexen, einzigartigen Situation, die sich aus unterschiedlichen Faktoren ergibt:

  • unserer Motivation
  • unseren Gefühlen
  • unseren sozialen Beziehungen
  • dem Schlaf, den wir in der Nacht zuvor hatten
  • dem, was wir gegessen haben
  • der Komplexität der Lernaufgabe
  • der Strategie, mit der wir lernen
  • den Wünschen der Dozierenden
  • und vielem mehr…

 

Aber eigentlich lassen sich alle diese zahlreichen Faktoren in nur 4 Gruppen einordnen. Das hilft dir, die Übersicht zu behalten:

  1. Lernstrategien
  2. Motivation
  3. Zeitmanagement und Pausen
  4. Lifestyle

 

Du musst dir also nur vier Bereiche merken, die du beim Lernen beobachten und steuern musst, um effizient voranzukommen. Zu jedem dieser Bereiche gehören viele verschiedene Aspekte.

Lernstrategien: Wie du lernst

  • Liest du? Nutzt du Karteikarten? Falls ja, in welchen Abständen wiederholst du sie?
  • Passt die Lernstrategie zum Inhalt?
  • Mit welchem Material lernst du?
  • Wie viel lernst du?
  • Lernst du auf Papier oder am Bildschirm?

All das und mehr bestimmt den Erfolg deiner Lernstrategien.

Motivation: Die Mindsets, die du beim Lernen einnimmst

  • Was ist dein Ziel?
  • Glaubst du, dass du dein Ziel erreichen kannst?
  • Bist du freundlich zu dir oder eher selbstkritisch?
  • Siehst du Schwierigkeiten und Fehler als Chance oder als Bedrohung?
  • Wie disziplinierst du dich?

Diese Faktoren bestimmen, wie motiviert du dich fühlst und wie viel du prokrastinierst.

Zeitmanagement: Wie du deine Aufgaben priorisierst

  • Wie lange lernst du?
  • Wie oft machst du Pausen?
  • Wann machst du Feierabend?
  • Wie planst du alle deine To-Dos und Verpflichtungen?
  • Wie gestaltest du deine Planung / deinen Kalender?
  • Was machst du, wenn du deinen Zeitplan nicht einhalten kannst?

Man muss realistisch planen, flexibel auf Änderungen reagieren können und für ausreichende Pausen sorgen.

Lifestyle: Alles drum herum

  • Lässt du dich von deinem Handy ablenken?
  • Ist dein Schreibtisch aufgeräumt?
  • Wie ernährst du dich?
  • Wie viel trinkst du?
  • Kriegst du ausreichend Schlaf, Bewegung, frische Luft?
  • Sind deine Freunde und deine Familie eine Stütze für dich, oder hast du gerade Stress im Privatleben?

Lernen findet nicht in einem Vakuum statt, sondern ist immer von all diesen Faktoren beeinflusst.

Diese vier Bereiche sind die Stellschrauben, an denen du beim Lernen drehen kannst. Dabei lässt sich der Lernprozess in drei Phasen einteilen.

Die drei Phasen des Lernens

Die drei Phasen eines jeden Lernprozesses lauten:

  1. Planen
  2. Regulieren
  3. Reflektieren

 

Zunächst musst du planen und in allen vier Bereichen Entscheidungen treffen, zum Beispiel:

  • Wie will ich lernen?
  • Wann lerne ich heute?
  • Wann esse ich was?
  • Was ist mein Ziel?

 

Aber selbst die besten Pläne lassen sich nicht immer verwirklichen. Deshalb solltest du auch während des Lernens kurz innehalten, wahrnehmen, wie es gerade läuft, und ggf. etwas anpassen, z. B.:

  • Ich brauche jetzt eine Pause.
  • Ich brauche ein anderes Lehrbuch.
  • Ich möchte mein Ziel umformulieren.
  • Ich muss kurz an die frische Luft.

 

Nachdem du mit dem Lernen fertig bist und das Ergebnis hast – die Note oder sonst irgendeine Rückmeldung – solltest du dir auch Zeit zum Reflektieren nehmen, indem du z. B. folgende Fragen beantwortest:

 

  • Habe ich mein Ziel erreicht?
  • Waren meine Lernstrategien angemessen?
  • Wie habe ich mich beim Lernen gefühlt?
  • Was will ich nächstes Mal anders machen?

 

Die Reflexion ist das richtige Level-Up für dein Lernen, denn sie ermöglicht es dir, Schlüsse aus deinen Erfahrungen zu ziehen und es nächstes Mal noch besser zu machen. So wird es dir jedes Mal leichter fallen, effizient und motiviert zu lernen.

Mit der 4x3-Herangehensweise kannst du dein Lernen erfolgreich steuern

Das ist sie also, die 4×3-Herangehensweise an das Lernen. Wenn du an den 4 Stellschrauben Lernstrategien, Motivation, Zeitmanagement und Lifestyle drehst in den drei Phasen der Planung, der Regulation, und der Reflexion, wirst du es schaffen, dein Lernverhalten Schritt für Schritt zu optimieren, bis du ein echter Lernprofi bist und selbst mit neuen Herausforderungen gut klarkommst.

Was hältst du von der 4×3-Herangehensweise? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, auch in der Facebook-Gruppe!

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1 thought on “Steuere dein Lernen mit der 4×3-Herangehensweise

  1. 4 Mythen über die Kreativität - Finde dein Glück im Studium
    5. February 2020 at 12:25

    […] Experimentiere dann mit deiner neuen Routine herum, beobachte, was gut funktioniert und passe sie fortlaufend an – ganz nach dem Motto: Planen, regulieren, reflektieren. […]

    Reply

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